Zivilcourage, Solidarität und Helfen, Hinsehen statt Wegschauen,
Engagement statt Gleichgültigkeit sind immer wichtig, ganz besonders aber
bei dem „Großereignis“ Fußball-Weltmeisterschaft.
Schon heute schreiten Mitbürgerinnen und Mitbürger immer wieder
couragiert und beherzt in brenzligen Situationen ein. Damit verhindern sie
Schlimmeres oder tragen entscheidend dazu bei, eine Tat aufzuklären.
Oft weiß man allerdings nicht wie man wirkungsvoll eingreifen kann, ohne
sich dabei selbst in Gefahr zu bringen. Richtig helfen aber nicht den
Helden spielen - die nachfolgenden Tipps sollen Ihnen dabei helfen!
Tipps Ihrer Polizei:
1. Helfen Sie ohne sich selbst in Gefahr zur bringen
Es ist wichtig, Hilfe zu holen. Manchmal reicht es bereits, das Handy zu
benutzen und die Polizei anzurufen oder weitere Umstehende um
Unterstützung zu bitten. Wenn es für Sie gefahrlos möglich ist, versuchen
Sie die Täter zu irritieren, indem Sie laut schreien, dass Sie die Polizei
holen..
2. Organisieren Sie Hilfe unter Notruf 110
Verständigen Sie die Polizei, verlassen Sie sich auf keinen Fall darauf,
dass die Anderen dies bereits getan haben! Wenn Sie die Polizei
verständigt haben versuchen Sie, Zeugen festzustellen, die diese Situation
auch beobachtet haben.
3. Fordern Sie Andere aktiv und direkt zur Mithilfe auf
Sprechen Sie andere Personen konkret an und holen Sie sich Partner bzw.
Helfer! "Sie mit der grünen Jacke, kommen Sie mit, wir müssen der Frau
helfen"! oder "Sie mit dem blauen Anorak, verständigen Sie bitte die
Polizei". Durch das direkte Ansprechen erreichen Sie, dass die Person die
Verantwortung nicht von sich schieben kann.
4. Vermeiden Sie eine Konfrontation mit den Tätern
Halten Sie verbal Distanz zum Täter. Provozieren Sie ihn nicht. Siezen Sie
den Täter nach Möglichkeit. Begeben Sie sich nicht auf sein Niveau.
5. Kümmern Sie sich um das Opfer
Nehmen Sie das Opfer möglichst aus der "Gefahrensituation" heraus indem
Sie etwa sagen: "Kommen Sie mit mir (uns) mit, wir kümmern uns um Sie“
oder "Setzen Sie sich doch einfach zu uns herüber". Bei dieser
Vorgehensweise müssen Sie den Täter nicht einmal ansprechen.
6. Beobachten Sie genau und prägen Sie sich die Tätermerkmale ein
Schreiben Sie zur Erinnerung das Wichtigste auf einen Zettel (Zeit, Ort,
Tathergang, Besonderheiten).
7. Stellen Sie sich als Zeuge zur Verfügung
Noch immer gibt es leider viel zu viele, die eine „brenzlige Situation“
oder sogar Straftaten zwar von Anfang bis Ende verfolgt haben, sich
anschließend aber gegenüber der Polizei unwissend geben und nicht als
Zeuge zur Verfügung stellen. Gehören Sie nicht zu diesen „ohne mich“!
Weitere Informationen sind unter der Internet-Adresse
www.aktion-tu-was.de erhältlich.